Di

04

Okt

2016

Kastanienwaschmittel

Lang lang ist mein letzter Beitrag her und es ist viel passiert in dieser Zeit. Was macht nun Moomie (American Hairless Terrier Coated Carrier) hier auf dem Kamin mit den Kastanien? Das weiss sie so selbst nicht recht. :) Aber ich habe einen ganz tollen Tipp für euch!


KASTANIENWASCHMITTEL

Meine neueste Entdeckung für unseren Haushalt. Ich wasche ja durchaus 2-3x am Tag und gebe sehr viel Geld aus für die ganzen künstlichen Mischungen die wir Waschmittel nennen. Eigentlich sind diese Waschmittel weder umweltfreundlich noch für uns gesund. Die Alternative wächst direkt vor unserer Haustür! KASTANIEN!
Rosskastanien gehören zu den Seifenbaumgewächsen (Sapindaceae) und aus ihnen lässt sich ohne viel Mühe ein geruchsneutrales, super allergiker- tier- und umweltfreundliches Waschmittel herstellen. Die Kastanien funktionieren ähnlich wie die Waschnüsse, müssen aber nicht aus Indien um die halbe Welt geflogen werden, wo doch Inderinnen sie viel dringender zum waschen brauchen als wir. Die Kastanien wachsen zum teil direkt vor unserer Haustür, fallen jeden Herbst vom Baum und wir ärgern uns die ganzen Kastanien weg machen zu müssen. Es ist für uns so lästig wie das ganze Laub das weggeharkt werden muss. Dabei sind sie wirklich toll und kosten uns keinen Cent.
Wie funktioniert das?
Ich nehme ca 30 Mittelgroße Kastanien und schneide sie in viertel. Ich mache die Stücke (samt Schale) in ein Glas oder eine Plastikflasche mit breitem Hals und gieße 900ml heisses Wasser drüber. Dann lasse ich die Kastanien mindestens 2-3 Stunden, besser über Nacht, ziehen. Den Sud davon schütte ich durch ein Sieb und nehme ca. 200-300ml davon pro Waschgang, somit reicht der Ansatz für 2 Waschgänge, denn die Kastanienstücke quellen ordentlich nach. Man sollte das selbstgemachte Waschmittel auch zügig verbrauchen und am selben Tag gleich 2x waschen. Natürlich kann man auch nur halb so viel Ansetzen für einen Waschgang.
Aber was ist wenn keine Kastaniensaison ist? Wie kann man dann weiterhin ökologisch und umweltfreundlich weiter waschen? Indem ihr ca 5-6 Kilo Kastanien sammelt, dass sollte für euch, wenn ihr 1-2x die Woche waschen müsst, ein ganzes Jahr reichen. Die Kastanien müssen natürlich haltbar gemacht werden. Dazu sollten sie zerkleinert werden, zum Beispiel in einem hochwertigen Mixer (Oder man hat einen Mann zur Hand der Spaß daran hat, Kastanien mit dem Vorschlaghammer zu zerklopfen, wie meiner...). Das Granulat könnt ihr dann in einem Dörautomaten oder im Backofen trocknen lassen (bei 50°C mehrere Stunden). Auch eine Lufttrocknung ist möglich, ihr solltet aber zusehen, dass überall Luft dran kommt, damit nichts schimmeln kann. Das Granulat kann genauso mit heissem Wasser aufgegossen werden wie die frischen Kastanien. Laut einem anderen Blogeintrag reichen 3 Esslöffel auf 300ml Wasser für einen Waschgang.
Sollte eure Wäsche besonders schlimm riechen, kann man das Kastanienwaschmittel mit etwas Waschsoda ergänzen. Möchtet ihr einen schönen Duft dabei haben, denn das Kastanienwaschmittel riecht absolut neutral und einfach nur nach sauber, dann nehmt doch ein paar Tropfen Ätherische Öle wie zum Beispiel Orangenöl um eurer Wäsche einen tollen Duft zu verpassen.
Viel Spaß wünscht Bullfish-Blog euch beim Kastaniensammeln! :)

Quelle:
http://dariadaria.com/2016/09/kastanienwaschmittel.html

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Sa

07

Mai

2016

Rüde, Hündin, Rüdin?

 

Etwas wirklich nerviges für jeden Züchter ist die Aussage von Welpenkäufern:

"Ich hätte gerne eine SÜSSE und LIEBE kleine Hündin. Ein Rüde kommt für uns nicht in Frage, die sind ja so dominant und müssen ständig markieren."

Ich persönlich könnte wegen diesem Satz und ähnlichen Sätzen ausflippen. Den alles was meine Hündinnen sind ist weder LIEB noch SÜSS und MARKIEREN TUN SIE AUCH NOCH! Ja, das auf dem Foto ist eine Hündin, die ihr Bein hebt, genauso wie Rüden das machen. Das ist bei Hündinnen nicht zwingend unüblich. Ja sie pinkeln auch mal ans Hosenbein oder an einen anderen Hund oder an eine Tasche, genauso wie Rüden es tun.

Rüden sind oft sensibler und möchten generell mehr gefallen. Eine Hündin muss nicht gefallen, sie weiss das sie toll ist. Daher veranstalten Rüden gerne eine große Show um Anerkennung zu verdienen. Eine Hündin interessiert das weniger, es sei denn es geht für sie um etwas wirklich wichtiges, dann geht sie aber richtig ab. Hündinnen können daher genauso imponieren wie Rüden, genauso aggressiv werden und genauso stur wenn nicht sogar noch sturer sein. Hündinnen tendieren oft mehr zu Gefühlsschwankungen als Rüden (genauso wie beim Menschen).
Selbstverständlich gibt es Rassetypische eigenschaften, bei dem je nach Rasse mal der Rüde schwieriger in der Erziehung ist oder eben die Hündin. Dann gibt es Rassen, da macht es kaum einen Unterschied.

Rassetypische Unterschiede am Beispiel des American Hairless Terrier ist, dass Hündinnen eindeutig die Hosen an haben. Sie sind raffinierter, pfiffiger, konzentrierter, sturer, aufmerksamer, widerspenstiger und aggressiver als Rüden. Rüden sind oft sensibel, manchmal sogar weinerlich, sie sind die Clowns die immer einen Witz auf lager haben, immer Lustig und fröhlich sind und generell mehr gefallen wollen. Sie denken weniger nach (wie beim Menschen auch), sind leichter ab zu lenken und zu motivieren. Für einen Hundeanfänger eindeutig die leichtere Wahl. Keine Läufigkeit, kein Gezicke usw...
Aber man darf natürlich nicht vergessen, dass jeder Hund ein einzelnes Individuum ist. Es gibt auch immer gut gelaunte Hündinnen die null zickig sind sowie Rüden die nur so vor Testosteron sprühen und sich mit jedem anderen Hund anlegen wollen. Deswegen sollte man sich nicht auf ein Geschlecht fixieren, sondern ruhig den Züchter um Rat fragen welches Wesen von welchen Welpen zu einem selber am besten passt.
Berücksichtigen sollte man dabei auch ob man Kinder hat oder andere Haustiere und sich dabei nicht auf Aussehen und Geschlecht festlegen sondern sich mehr nach dem Charakter orientieren. So wird das Zusammenleben später am schönsten mit dem neuen Familienmitglied.

Als Schlusswort, Kastration ist kein Ersatz für Erziehung und auch keine Gesundheitsvorsorge. Statistiken haben längst gezeigt das bestimmte Krebsarten und andere Erkrankungen sogar viel häufiger vorkommen als bei unkastrierten Hunden. Am schlimmsten wirkt es sich bei zu jungen Hunden aus die weder psychisch noch körperlich ausgereift sind. Lasst eure Hunde erwachsen werden. Eine zu frühe kastration kann den jeweiligen Hund im Wesen stark verändern, ängstlich und bei Hündinnen sogar aggressiv machen. Meine persönliche Empfehlung ist nicht vor dem dritten Lebensjahr kastrieren, es sei denn, es ist medizinisch notwendig. Bei Rüden hat man auch die Möglichkeit mit einem Kastrationschip zu testen, wie eine Kastration sich auf den Hund auswirken könnte. Auch dies sollte man aber nicht in der Wachstumsphase verwenden. Bei vielen Hunden stellt sich sonst der Wachstumststop erst viel später ein, die Neigung zu Gelenkproblemen wird dadurch massiv erhöht.

 

Mehr Infos zum Thema Kastration:

http://www.tierarzt-rueckert.de/

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Fr

29

Apr

2016

Genetik - braun

Heutiges Thema GENETIK

Hier geht es um die Farbe braun (liver, chocolate und red wird es auch genannt). Leider herrscht um diese Farbe viel Nonsens im Internet und die meisten Leute verstehen garnicht, wieso diese Farbe überhaupt existiert und wie sie funktioniert.
Braun, oder Genetisch bb ist eine Mutation von Schwarz. Eine Mutation ist kein Deffektgen und ohne Mutationen gäbe es garkeine Hunde oder gar die Evolution. Diese Mutation wandelt schwarze Pigmente in braune Pigmente um. Es handelt sich dabei nicht um eine Aufhellung wie blau (dilute)! Die Pigmentzahl verringert sich nicht sondern die Pigmente verändern lediglich ihre Form. Von Rund (schwarz) werden sie Stäbchenförmig (braun). Die Pigmentfarbe ändert sich dabei nicht, sondern die Pigmente brechen das Licht anders, so dass sie in unseren Augen braun wirken. Diese Farbe hat keinen Einfluss auf die Fellqualität oder Krankheitsanfälligkeit der Hunde. Auch sind sie dadurch nicht Sonnenbrand gefährdet, da die selbe Anzahl Pigmente weiterhin genauso vor der Sonne schützen wie bei BB (schwarz) auch.
Treten Krankheiten in kombination mit der Farbe braun auf, liegt es nicht an der Farbe. Es gibt kein gekoppeltes Deffektgen mit braun (bb). Es liegt schlicht weg daran dass mit grundsätzlich kranken Hunden gezüchtet wurde, diese Hunde wären auch krank wenn sie schwarz wären oder grün... Es ist schlichtweg die Gier des Vermehrers Hunde in die Zucht zu nehmen die keine Zuchtqualitäten aufweisen, sprich krank sind oder schlecht aufgebaut sind vom Typ.
Schaut euch doch mal bei anderen Rassen um z.B den Magyar Vizsla, den gibt es nur und ausschließlich in leberfarben. Oder den labrador Retriver in braun. Es gibt noch zich andere Rassen (Chuhuahua, Australian Shepherd, Dobermann, American Hairless Terrier, Rat Terrier, Deutsch Drahthaar, Bordeaux Dogge usw.), wo die Farbe ganz normal ist und sich niemand darüber aufregt. Aber ein leberfarbener Bullterrier oder französiche Bulldigge muss gleich schwerst krank sein und jeder Züchter dem die Farbe gefällt und die gesunde und tolle Hunde mit der Farbe in die Zucht nehmen, werden in den selben Topf mit geldgierigen Vermehrern geworfen, die kranke Tiere in die Zucht nehmen nur der Farbe wegen um sie dann möglichst teuer zu verkaufen.

Woran erkenne ich einen seriösen Züchter mit Sonderfarben? Ganz einfach, ein seriöser Züchter versucht damit nicht rasseuntypisch hohe Preise zu verlangen. Kostet ein Hund mit Sonderfabe 1000 Euro mehr (oder 2000-3000-4000... Euro) als einer aus dem selben Wurf mit standard Farbe, ist es Wucher. Natürlich gibt es Preisunterschiede, in einem Bereich von 100-500 Euro sind sie gerechtfertigt, da sie eben seltener sind und schwieriger zu züchten, aber ab einem bestimmten Rahmen ist es nicht mehr gerechtfertigt, da es dann nur noch darum geht mit der aktuellen Mode möglichst viel Geld zu verdienen. Ein guter Züchter züchtet nicht aus Mode sondern aus Leidenschaft zu seiner Rasse. Und wie Dieter Fleig schon sagte, ein guter Hund hat keine (schlechte) Farbe (Das große Bull Terrier Buch). Und ein guter, gesunder Hund sollte nie nach seiner Farbe beurteilt werden, weil diese ist ausschließlich Geschmackssache.

Mendelsche Vererbungslehre mit dem B Locus:

BB = Schwarz
Bb = Schwarz
bb = Braun

Kleine Buchstaben seteh für rezessive und große Buchstaben für dominante Vererbung.

bb x bb = 100% bb
Bb x bb = 50% bb und 50% Bb
Bb x Bb = 25% bb, 25% BB und 50% Bb
BB x Bb = 50% Bb und 50% BB
BB x BB = 100% BB

Quellennachweise:
http://www.laboklin.de/index.php…
http://www.doggenetics.co.uk/liver.html

 

Foto mit freundlicher Genehmigung von Halbstark und Nancy
https://www.facebook.com/HalbstarkFotografie
https://www.facebook.com/NancyNancyBlog

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Mi

27

Apr

2016

Bullfish - Blog die Erste

Herzlich willkommen zu meinem ersten Blog Eintrag!

 

Womit soll ich am besten Anfangen? Vielleicht etwas über meine Person. Ich bin 30 Jahre jung und eine totale, aber wirklich absolut total verrückte Hundenärrin. Mein Leben besteht aus Hunde morgens, Hunde mittags, Hunde abends und dazwischen auch HUNDE. Am Wochenende HUNDE, im Urlaub HUNDE....Hunde Hunde Hunde....ich träume auch nachts von Hunden. Ich glaube das reicht erstmal... :)

Was für ein Ziel verfolge ich mit diesem Blog? Ich möchte aus dem Nähkästchen eines Hundezüchters plaudern, über meine Höhen und Tiefen, lustige und traurige Geschichten sowie informatives zum Thema Rassehund, Genetik, Kauf usw.

All das soll euch zum lachen bringen oder zum nachdenken sowie etwas Fachwissen über das komplexe Thema "Rassehundezucht" nahe bringen.

Meine Rassen sind die American Hairless Terrier und Miniatur Bullterrier. Wobei der Schwerpunkt eindeutig beim American Hairless Terrier liegt. Trotz der Spezialisierung wird hier für jeden Hundefreund etwas dabei sein. Also schaut doch mal häufiger vorbei, vielleicht gibt es  wieder was neues für euch zu lesen.

 

Liebe Grüße

Eure Édua

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